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Viel Lob für die Internationale Wedau-Regatta 2010 in Duisburg

Deutsches Perspektiv-Boot holt ThyssenKrupp-Cup

DUISBURG (16.5.2010). Das Achterrennen um den ThyssenKrupp-Cup bescherte den erwarteten Höhepunkt am zweiten und letzten Finaltag der Internationalen Wedau Regatta auf der Wedau-Bahn in Duisburg. Aus den Händen der beiden Weltmeister von 2007, Dr. Sebastian Schulte und Thorsten Engelmann, die inzwischen für den Konzern ThyssenKrupp arbeiten, nahm das deutsche Boot um Schlagmann Sebastian Matthias Schmidt die Auszeichnung entgegen. Das Boot, mit vier Weltmeistern aus dem Jahr 2009 in Posen, hatte sich gegen zwei Konkurrenten des Deutschen Ruderverbandes sowie ein deutschen U23-Achter und ein Großboot aus Nordirland durchgesetzt.

 

Auch Ehren-Preis für den Frauenachten gingen an die Flotte des DRV: Die Konkurrenz um den neu geschaffenen König-Pilsener-Cup entschied Deutschland mit Clara Karches am Start für sich. Das Rennen im Männer Vierer ohne Steuermann um den Sparkassen-Cup sicherte sich der polnische Vierer.

Köpi-Cup

Sparkassen-Cup

 

Während des Regattawochenendes im Sportpark Duisburg wurden am Samstag und Sonntag insgesamt 64 Finals gefahren. Über 1500 Starter aus 21 Nationen nutzten den Test vor Beginn der Weltcup-Saison zur Formüberprüfung.
Der veranstaltende International Wedau Regatta e.V. verzeichnete mit Zufriedenheit das außergewöhnlich gute Meldeergebnis in diesem Jahr. Mario Woldt, der scheidende Regattaleiter und neue Sportdirektor des Deutschen Ruderverbandes, sah sich bestätigt: „Wir haben uns bewusst zwei Wochen vor dem ersten Weltcup im slovenischen Bled mit unserem Termin platziert. Das hat sich ausgezahlt, denn viele Nationen haben Duisburg als erste große internationale Regatta in diesem Jahr ausgewählt, um ihre Kader zu testen.“
Dazu gehörte auch der Deutsche Ruderverband, der mit dem kompletten A-, B- und C-Kader auf der Wedau-Bahn an den Start ging. Chef-Trainer Hartmut Buschbacher nutzte die Regatta, um wichtige Hinweise für die Zusammensetzung der Großboote zu gewinnen. Ganz persönlich variierte Marcel Hacker während der Internationalen. Am Samstag noch im Einer als Sieger am Bootssteg konnte er sich am Sonntag im Männer Doppelvierer nach dem Erfolg im Finale vom Publikum auf der Tribüne feiern lassen.
Positiv aufs Meldeergebnise habe sich zudem bemerkbar ausgewirkt, dass die Wedau-Bahn nach dem Ausbau inzwischen den höchsten internationalen Ansprüchen genüge, sagte Mario Woldt in seiner Bilanz. Ein Lob, das auch Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, der am Sonntag der Regatta einen Besuch abstattete, gern hörte. Adolf Sauerland: „In diesem Jahr stimmte nicht nur der Sport. Auch das Wetter passte zu einer so angesehenen Regatta.“
Siegfried Kaidel, Präsident des Deutschen Ruderverbandes, hatte im Zusammenhang mit den positiven Rückmeldungen auf die Regatta eine Bewerbung um eine U23-WM angeregt. Verbunden hatte er diesen Fingerzeig mit dem Hinweis auf die gute Organisation der Internationalen Wedau Regatta. Das Team, in dem der Duisburger Ruderverein und der RC Germania Düsseldorf zusammenarbeiten, habe einen „prima Job“ gemacht so Kaidel.
Dabei bringt man inzwischen einige Erfahrung mit. Die Regatta in diesem Jahr hatte Jubiläumscharakter. Seit 75 Jahren wird auf der Bahn im Sportpark Duisburg gerudert. Zur Einweihung der Strecke hatte 1935 die Verbandsruderer ihre ersten Wettfahrten unternommen. An die große Tradition der Wedau-Bahn erinnerte auch prominenter Besuch. Dr. Horst Meyer, Schlagmann des Goldachters von 1968 in Mexiko City, verfolgte am Sonntag die Rennen von der Tribüne aus. In einem Interview sagte er: „Duisburg ist mir besonders gut im Gedächtnis, denn hier haben wir 1965 bei den Europameisterschaften den Titel geholt.“

Dr. Horst Meyer (rechts)