DUISBURG (18.5.2014). Der Sieg des Deutschland-Achters vor über 2000 Zuschauern setzte den Höhepunkt am zweiten Wettkampftag der International Wedau Regatta in Duisburg. Das Großboot mit Felix Wimberger (Passau) am Schlag setzte sich bei seiner Saisonpremiere souverän mit einem Vorsprung von mehr als fünf Sekunden gegen den WM-Vierten aus Polen durch. Das neu besetzte Boot präsentierte sich gut vorbereitet für die Europameisterschaften in zwei Wochen in Belgrad. Olympiasieger Eric Johannesen (Hamburg): „Wir haben umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Im Gegensatz zum Vorjahr haben wir einen Schritt nach vorn gemacht.“

 


(Foto © Reiner Redmann)

Siegfried Kaidel, Präsident des Deutschen Ruderverbandes, konnte nicht nur deshalb nach den beiden Regattatagen auf der Wedau-Bahn im Sportpark Duisburg bilanzieren: „Duisburg ist immer eine Reise wert.“ Kaidel sah seine Mannschaft insgesamt gut vorbereitet auf die EM in Serbien. „Dafür brauchen wir Regatten wie die Internationale in Duisburg. Sie dienen der Formüberprüfung vor den Titelkämpfen“, ergänzte der DRV-Präsident. DRV-Sportdirektor Mario Woldt ergänzte: Die Organisation in Duisburg ist perfekt"Die Organisation in Duisburg ist perfekt. Die Verantwortlichen kommen dabei auch bei den Setzungen unseren Wünschen nach, so dass wir den Test optimal für uns nutzen konnten.“ 

(Foto © Reiner Redmann)

Thomas Küpper, Leiter der Regatta mit über 1000 Ruderinnen und Ruderern aus 16 Nationen, hörte das Lob nach zwei Wettkampftagen mit insgesamt 69 Entscheidungen gern. „Es wurden nur die Leistungen der einzelnen Sportler von den Trainern diskutiert, nicht aber die Arbeit unseres Teams mit über 100 Ehrenamtlichen. Und um solche Diskussionen mit Blick auf die Saisonhöhepunkte zu ermöglichen, richten wir diesen Frühjahrstest aus.“

Bei sonnigen Wetter und Windstille boten sich den Aktiven auf der Wedau-Bahn, auf der 2012 die FISA Masters ihre Rennen fuhren, optimale und faire Bedingungen. Mehr als 3000 Zuschauer (am gesamten Wochenende) auf der Tribüne und dem Ruder-Biergarten direkt an der Bahn, sowie zahlreichen „Zaungäste“ auf dem Damm entlang der 2000 Meter langen Strecke sorgten für Stimmung während der knapp 200 Rennen im Sechs-Minuten-Takt.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link zeigte sich bereits bei seinem Besuch am ersten Wettkampftag beeindruckt. Die Regatta ist einfach spitze „Die Regatta ist einfach spitze. Die Atmosphäre ist toll. Das Wetter passt und die Leistungen der Ruderer haben mir imponiert“, sagte Link nach seinem knapp zweistündigen Besuch während der Endläufe am Samstag.

Der Ruderer aus Uganda Gerald Ssemambo verpasste diese „Gute-Laune-Momente“ gleich zweimal. Der 21-Jährige, der in Amsterdam trainiert, schaffte es sowohl am Samstag als auch am Sonntag nicht, rechtzeitig mit dem Zug aus den Niederlanden anzureisen. So blieb es bei 16 statt der ursprünglich gemeldeten 17 Nationen bei der International Wedau Regatta in Duisburg.

Einen Abschied gilt es ebenfalls zu würdigen: Der Berliner Weltmeister von 2009 im Doppelzweier Eric Knittel fuhr in Duisburg sein letztes Rennen auf internationalem Niveau. Siegfried Kaidel würdigte den Berliner als herausragenden Athleten, der für den Ruderverband über zehn Jahre wichtige Erfolge eingefahren habe. In seinem letzten Rennen im Doppelvierer am Samstag kam Knittel als Zweiter ins Ziel. Am Samstag war der 31-Jährige im Einer als Dritter des Vorlaufs ausgeschieden. Der Sieg im Einer ging dann am Nachmittag an Marcel Hacker. Gemeinsam mit Knittel fuhr Hacker dann am Sonntag auf Platz zwei hinter einem weiteren Boot des DRV.